Talort
Marquartstein

Autobahn A8 München-Salzburg bis Ausfahrt Grabenstätt. Danach bis Marquartstein und nach dem
Rathaus (Maibaum) links abbiegen und über die Brücke. Danach nach links in die Burgstraße und weiter
zu einem großen Parkplatz oberhalb der Burg (  Hochgern).
Stützpunkte
Charakter
Bergtour
Gerne gehe ich zum Hochgern, diesem mehrgipfeligen Bergstock und berühmten Gipfel des
Chiemseepanoramas. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn, der Kampenwand und dem Hochfelln gibt es hier
keine Seilbahn, die einem den Aufstieg erleichtert, spontan möchte man sagen - Gott sei's gedankt. Sind
die Wege auch lang und im Sommer eine schweißtreibende Angelegenheit, so geht man doch auf einen
Paradeberg der Chiemgauer Alpen, der vielgerühmt für seine umfassende Aussicht ist. Ein sehr schöner, aber
stellenweise auch anstrengender und schwieriger Weg führt über den Schnappenberg und die
Staudacheralm wie beschrieben zum aussichtsreichen Chiemgauer Gipfel.
Aufstieg
 Weg 3, 53, 5 über Schnappenberg, Staudacher-Alm (Karte: violett)
Am Parkplatz bei der Burg beginnen die Wege Nr. 3 und 53, die über den Schnappenberg zur Staudacheralm
führen. In Verlängerung der Teerstraße zum Parkplatz folgen wir dem Wegweiser und biegen gleich wieder
nach rechts ab  Staudacheralm). An der
nächsten Kreuzung nach links und wir tangieren die Forststraße zur Agersgschwendt-Alm, gehen aber
geradeaus auf dem schmaleren Weg weiter (  Staudacheralm). Bald
kommen wir zu der Abzweigung zum Windeck, einem Aussichtspunkt, geradeaus weiter verläuft der Weg zur
Schnappenkirche. Jetzt immer dem Karrenweg folgen, der sich in stets gleichmäßiger, angenehmer
Steigung und in ausladenden Serpentinen den Berg hinauf zieht. Nach ca. 1 Stunde erreichen wir die
barocke Schnappenkirche mit
dem herrlichen Blick hinab zum Chiemsee. Kurz vor der Kapelle beginnt ein Bergpfad (  Staudacheralm), der
durch Wald in einem Sattel auf etwa 1190m Höhe unter den Nordhängen der Luchsfallwand hinaufführt. Auf wieder leicht
fallenden Pfad kommen wir zu einer Forststraße, der wir nach rechts folgen und erreichen kurz darauf
die unter den steilen Wänden von Hochlerch und Zwölferspitz gelegene Staudacheralm. Ein schöner Platz
zum Rasten ist die bewirtschaftete Almhütte und das sollte man auch nützen, denn der weitere Weg hat
es in sich. Von der Alm gehen wir östlich noch 100 Meter weiter, bis nach rechts der
Steinackersteig zum  Hochgern abzweigt.
Über 350 Höhenmeter müssen wir jetzt hinauf über viele kleine Serpentinen durch buschiges Laubwerk.
Anfangs noch eher gemütlich, wird der Steig immer steiler und felsiger und man muss auf dem durch
Regen oder Tau feuchten Untergrund sehr aufpassen, nicht auszurutschen. Aber schließlich kommt man auf
diesem schweißtreibenden "Schinder" in eine Mulde auf ca. 1500m Höhe in der es sich gut
rasten lässt, bevor man das letzte Stück zum Gipfel des Hochgern angeht. Nach links (  Hochgern Hochgern-Haus) zieht
sich über Wiesenhänge ein Steig hinauf, der bald auf den vom Hochgern-Haus herüberkommenden Weg
trifft. Nach links weiter und hinauf auf die westliche Schulter des Hochgern, von wo aus wir im
direkten Anstieg auf steilen Pfad zum Gipfel hinauf gehen oder gemächlicher links herum zum
Nebengipfel des Hochgern mit der kleinen Kapelle, dem Behältnis für das Gipfelbuch.
Abstieg
 Weg 5 über Agersgschwendt-Alm (Karte: blau)
Vom Gipfel auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zu dem Punkt, an dem der Steinäckersteig auf
den Weg trifft. Hier geradeaus weiter und in einem lang gezogenen Bogen auf den markanten Zwölferspitz
zu und links haltend hinab zum ganzjährig geöffneten  Hochgern-Haus. Vom Berggasthof der Straße folgend
hinab zur Enzianhütte (bewirtschaftet) und durch sonnige Hänge in einigen Serpentinen hinab zu einer
Bergwachthütte. Der Straße weiter folgend erreichen wir die Agersgschwendt-Alm, an der wir gerne
noch einmal Rast machen, bevor wir die letzten Kilometer auf breiter Straße hinab nach  Marquartstein zurücklegen.
Einen halben Kilometer vor dem Ziel biegt links von der Straße ein nicht beschilderter, steiniger
Karrenweg ab (unter einer Stromleitung), der in gerader Linie zum Parkplatz bei der Burg führt.
Genauso gut kann man aber auch auf der Straße bleiben und trifft in einer Linkskurve wieder auf
den Aufstiegsweg.
Hinweis:
Auf schmalem und rutschigem Pfad von der Staudacher-Alm hinauf zum Hochgern ist Trittsicherheit
umbedingt erforderlich.
Varianten:
Über die Agersgschwendt-Alm zum Hochgern
Fotos: (zum Vergrößern anklicken)
|