Hochgern
1744m

Chiemgau




Hochgern
Hochgern
Talort
 Marquartstein
Autobahn A8 München-Salzburg bis Ausfahrt Grabenstätt. Danach bis Marquartstein und nach dem Rathaus (Maibaum) links abbiegen und über die Brücke. Danach nach links in die Burgstraße und weiter zu einem großen Parkplatz oberhalb der
Burg ( Hochgern).

Stützpunkte
Staudacher-Alm, 1140m
Hochgern-Haus, 1461m
Enzian-Hütte, 1420m. Bewirtschaftet Ende Mai bis Mitte Oktober.
Agersgschwendt-Alm, 1040m

Charakter
Bergtour
Gerne gehe ich zum Hochgern, diesem mehrgipfeligen Bergstock und berühmten Gipfel des Chiemseepanoramas. Im Gegensatz zu seinen Nachbarn, der Kampenwand und dem Hochfelln gibt es hier keine Seilbahn, die einem den Aufstieg erleichtert, spontan möchte man sagen - Gott sei's gedankt. Sind die Wege auch lang und im Sommer eine schweißtreibende Angelegenheit, so geht man doch auf einen Paradeberg der Chiemgauer Alpen, der vielgerühmt für seine umfassende Aussicht ist. Ein sehr schöner, aber stellenweise auch anstrengender und schwieriger Weg führt über den Schnappenberg und die Staudacheralm wie beschrieben zum aussichtsreichen Chiemgauer Gipfel.

Aufstieg
 Weg 3, 53, 5 über Schnappenberg, Staudacher-Alm (Karte: violett)
Am Parkplatz bei der Burg beginnen die Wege Nr. 3 und 53, die über den Schnappenberg zur Staudacheralm führen. In Verlängerung der Teerstraße zum Parkplatz folgen wir dem Wegweiser und biegen gleich wieder nach rechts ab
 Staudacheralm). An der nächsten Kreuzung nach links und wir tangieren die Forststraße zur Agersgschwendt-Alm, gehen aber geradeaus auf dem schmaleren Weg weiter ( Staudacheralm). Bald kommen wir zu der Abzweigung zum Windeck, einem Aussichtspunkt, geradeaus weiter verläuft der Weg zur Schnappenkirche. Jetzt immer dem Karrenweg folgen, der sich in stets gleichmäßiger, angenehmer Steigung und in ausladenden Serpentinen den Berg hinauf zieht. Nach ca. 1 Stunde erreichen wir die barocke Schnappenkirche mit dem herrlichen Blick hinab zum Chiemsee. Kurz vor der Kapelle beginnt ein Bergpfad ( Staudacheralm), der durch Wald in einem Sattel auf etwa 1190m Höhe unter den Nordhängen der Luchsfallwand hinaufführt. Auf wieder leicht fallenden Pfad kommen wir zu einer Forststraße, der wir nach rechts folgen und erreichen kurz darauf die unter den steilen Wänden von Hochlerch und Zwölferspitz gelegene Staudacheralm. Ein schöner Platz zum Rasten ist die bewirtschaftete Almhütte und das sollte man auch nützen, denn der weitere Weg hat es in sich. Von der Alm gehen wir östlich noch 100 Meter weiter, bis nach rechts der Steinackersteig zum  Hochgern abzweigt. Über 350 Höhenmeter müssen wir jetzt hinauf über viele kleine Serpentinen durch buschiges Laubwerk. Anfangs noch eher gemütlich, wird der Steig immer steiler und felsiger und man muss auf dem durch Regen oder Tau feuchten Untergrund sehr aufpassen, nicht auszurutschen. Aber schließlich kommt man auf diesem schweißtreibenden "Schinder" in eine Mulde auf ca. 1500m Höhe in der es sich gut rasten lässt, bevor man das letzte Stück zum Gipfel des Hochgern angeht. Nach links ( Hochgern Hochgern-Haus) zieht sich über Wiesenhänge ein Steig hinauf, der bald auf den vom Hochgern-Haus herüberkommenden Weg trifft. Nach links weiter und hinauf auf die westliche Schulter des Hochgern, von wo aus wir im direkten Anstieg auf steilen Pfad zum Gipfel hinauf gehen oder gemächlicher links herum zum Nebengipfel des Hochgern mit der kleinen Kapelle, dem Behältnis für das Gipfelbuch.

Abstieg
 Weg 5 über Agersgschwendt-Alm (Karte: blau)
Vom Gipfel auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zu dem Punkt, an dem der Steinäckersteig auf den Weg trifft. Hier geradeaus weiter und in einem lang gezogenen Bogen auf den markanten Zwölferspitz zu und links haltend hinab zum ganzjährig geöffneten  Hochgern-Haus. Vom Berggasthof der Straße folgend hinab zur Enzianhütte (bewirtschaftet) und durch sonnige Hänge in einigen Serpentinen hinab zu einer Bergwachthütte. Der Straße weiter folgend erreichen wir die Agersgschwendt-Alm, an der wir gerne noch einmal Rast machen, bevor wir die letzten Kilometer auf breiter Straße hinab nach  Marquartstein zurücklegen. Einen halben Kilometer vor dem Ziel biegt links von der Straße ein nicht beschilderter, steiniger Karrenweg ab (unter einer Stromleitung), der in gerader Linie zum Parkplatz bei der Burg führt. Genauso gut kann man aber auch auf der Straße bleiben und trifft in einer Linkskurve wieder auf den Aufstiegsweg.

Hinweis:
Auf schmalem und rutschigem Pfad von der Staudacher-Alm hinauf zum Hochgern ist Trittsicherheit umbedingt erforderlich.

Varianten:
Über die Agersgschwendt-Alm zum Hochgern


Fotos: (zum Vergrößern anklicken)

             

           

Höhenunterschiede - Gehzeiten

Aufstieg Höhe/m Hm Hm+ Km Gehzeit
 Marquartstein,
bei der Burg
  640  
Schnappenkirche 1100  460   3,8
Staudacheralm 1140  500 50 5,7 2
Hochgern 1744 1100   8,5 4
Abstieg
Hochgernhaus   1461  280   2 ¾
Agersgschwendt-Alm   1040  700   4,7
Parkplatz   640 1100   8
Summe 1100   16,5
Karten

Titel Kennung Maßstab ISBN
Topographische Karte
Chiemsee
UK L7 1:50000 3-86038-486-4
Kompass Karte
Chiemsee - Simsee
10 1:50000 3-87051-014-5
 Lageplan

 Karte

 GPS-Daten
Letzte Begehung:
September 2007
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Klaus Dullinger
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