Klausen Gratwanderung
Brandelberg 1516m

Spitzstein-Gebiet




 Klausen Gratwanderung
Klausengrat mit Sattel zwischen
Spitzstein und Brandelberg
Talort
 Erl / Erlerberg
Auf der Inntalautobahn bis Ausfahrt Brannenburg und weiter nach Nußdorf. In Nußdorf südlich nach Windshausen und Erl. In Erl/Dorf nach der Kirche links abbiegen
( Erlerberg/Kranzhorn) und weiter bis zu einem ersten Parkplatz kurz vor dem Wirtshaus Moosbauer (bis hierher im Winter). Nach links auf schmaler Straße bis zum Parkplatz an der Gogl-Alm.

Stützpunkte
Klausen 1508m
Spitzsteinhaus 1260m

Charakter
Anspruchsvolle Gratwanderung
Über den Klausenkamm nördlich des Spitzsteines verläuft ein Höhenweg, bekannt als Klausen-Gratwanderweg, den man ohne Übertreibung als großartig bezeichnen kann. An senkrechten Felswänden vorbei, über eine tiefe Scharte, steile Anstiege und eine weite Hochfläche führt der Weg sehr abwechlungsreich zum Klausenberg, Aus- und Tiefblicke garantiert - ein Weg aus der Kategorie »Genusstour«. Die Anforderungen dieser Tour dürfen aber nicht unterschätzt werden, denn der Weg ist lang, vom Auf und Ab geprägt und anstrengender, als es der reine Höhenunterschied vermuten lässt. Zur Halbzeit der hier beschriebenen Gratwanderung wartet dann aber die Klausenhütte, nach deren Besuch man sich gestärkt auf den Rückweg machen kann.

Aufstieg
Rote Markierung   8,10, AV 211
Vom Parkplatz an der Gogl-Alm führt eine geteerte Straße in 15 Minuten hinauf zum Spitzsteinhaus. Die Alpenvereinshütte lassen wir erst einmal links liegen und gehen auf der Schotterstraße in Kehren nach Osten hinauf zur kleinen Auer-Alm. An der Alm nördlich weiter ( Brandelberg, Klausen, Klausen-Gratwanderung) und durch Wald an die Spitzsteinwand heran. Der weitere Weg führt direkt unter den eindrucksvollen, lotrechten bis überhängen, Felsen vorbei und wendet sich noch vor einem oberhalb liegenden Sattel nach rechts. Nach einem kurzen, flachen Stück erreicht man eine Stelle, an der sich der Weg in drei Äste teilt - man nimmt den mittleren, breiten Weg und geht steil hinauf zu dem Punkt, an dem der östlich verlaufende Rücken der Tristmahlnschneid den Grat erreicht. Hier ist es in 1470m Höhe vorbei mit dem Anstieg, man sieht hinab in eine tiefe Scharte zwischen Spitzstein und Brandelberg. Bis auf 1400m Höhe muss man durch Felsgelände und Buschwerk hinunter in diese Scharte, hier kommt der Weg von Innerwald über die Brandelberg-Alm herauf. So steil, wie es abwärts ging, so steil arbeitet man sich die nächsten 100 Hm zum Brandelberg hinauf, dessen Gipfel der Weg nicht berührt, sondern etwas unterhalb westlich umgeht. Den anstrengensten Teil hat man jetzt hinter sich, der Pfad führt ohne großen Höhenverlust zu einer weiteren Erhebung im Kamm, umgeht diese wieder westlich und führt über einige felsige Stufen und Latschenwurzeln zu einem alten Grenzstein bis auf 1430m hinab - hier endet der Grat und geht in eine weite, baumlose Hochfläche über. Über bunte Blumenwiesen gehen wir, an der Feichten-Alm vorbei, in leichter Steigung zum Zinnenberg hinauf. Der Weg verläuft westlich des Gipfels, den man weglos ersteigen könnte, führt noch ein kurzes Stück durch Latschen und erreicht den Sattel zwischen Zinnenberg und Klausenberg und die Klausenhütte.

Abstieg
Rote Markierung   8, 10, AV 211
Nachdem wir das Auto an der Gogl-Alm geparkt haben, müssen wir den ganzen langen Weg wieder zurück. Der Weg ist aber so schön, dass man ihn auch gerne zweimal gehen kann. Eine Beschreibung erübrigt sich, zumal man sich ja noch gut an die beiden Gegenanstiege zum Brandelberg und zum Spitzstein erinnern kann ... Das ist dann auch schon der Knackpunkt bei dieser Tour - der Weg ist lang, die Kühle des Morgens ist der prallen Sonne gewichen, aber man muss zurück und es geht nicht nur abwärts, eine Gratwanderung eben. Hier muss man sich viel Zeit lassen, um mit vielen Pausen den Rückweg mit allen seinen Fassetten noch einmal genießen zu können.

Hinweis:
Dieser Weg erfordert Trittsicherheit im felsigen Gelände und auf schmalen Pfaden sowie Schwindelfreiheit. Eine Begehung sollte darüber hinaus nur bei zuverlässigen, nicht zu warmen Wetter unternommen werden.

Fotos: (zum Vergrößern anklicken)

           

Höhenunterschiede - Gehzeiten

Aufstieg Höhe/m Hm Km Stunden
 Gogl-Alm 1150  
Brandelberg 1516 370 +70 2,5
Klausen 1508 370 +80 4,8
Abstieg
Brandlberg 1516 +10 +80 2,5 1
Spitzsteinhaus 1260 260 +70 4,3
Parkplatz 1150 370 4,8
Summe 680 9,6 5
Karten

Titel Kennung Maßstab ISBN
Topographische Karte
Chiemgau
UK L7 1:50000 3-86038-486-4
 Lageplan

 Karte
Letzte Begehung:
Juni 2002
Bergseiten
Klaus Dullinger
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