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Talort
Bayrischzell

Auf der Inntalautobahn A93 bis Ausfahrt Oberaudorf. Nach dem Ortsschild in Oberaudorf nach rechts in Richtung Tatzelwurm/Sudelfeld.
In Niederaudorf nach der Brücke links ab Richtung Bayrischzell/Sudelfeld. Nach dem Wirtshaus
Tatzelwurm nach links und und weiter bis zur Abzweigung nach Grafenherberg. Den Schildern zur Walleralm folgend, in Grafenherberg rechts abiegen.
Charakter
Kurze Bergtour
Der kleine Traithen liegt nördlich seines großen Bruders und ist für die meisten wohl nur ein
Rastpunkt auf dem Weg zum großen Thraiten. Ausgehend von der Walleralm in 1400m Höhe kann man aber
auch eine sehr schöne Rundtour gehen, gut geeignet für eine Vormittagstour, denn länger als
3 Stunden wird man hier kaum unterwegs sein. Ein bisschen Kondition sollte aber schon dabei sein
und auch etwas Kletterfertigkeit, denn der Weg zum Gipfel ist steil und nicht mit den Händen in der
Hosentasche zu bewältigen.
Aufstieg
 AV Weg 652, B3
Vom Parkplatz an der Walleralm gehen wir rechts um das Haus herum (  Kl. Traithen) zu einer Skiliftstation und folgen
dem Weg unschwierig hinauf zum ersten felsigen Gipfel, dem Vogelsang. Von hier wieder etwas abwärts
und ohne große Steigung auf schönem Weg an die Nordseite des kleinen Traithen heran. Weiter durch
Latschen auf einem steilen, rutschigen und felsigen Weg. Einige Drahtseile und Trittbügel helfen
felsige Stellen zu überwinden und kurz unter dem Gipfelkreuz muss man auch einmal ohne
Versicherungen kurze Felsstufen durchklettern.
Abstieg
 Über Traithensattel und Stopselzieher (Karte: violett)
Der Abstieg in den Sattel zwischen den beiden Traithen gestaltet sich unschwierig und bald
schon erreicht man im Sattel oberhalb der Fellalm ein Drehkreuz mit Wegweisern. Hier findet man auch
ein altes Schild, auf dem man noch mit Mühe den Hinweis zum  Stopselzieher entziffern kann - von den
beiden Wegen, die östlich des Drehkreuzes weiterführen, nehmen wir den Linken. Stellenweise
sumpfig, führt der Pfad an einen steilen Hang zwischen Jägerwand und Kl. Thraiten heran, durch die der "Stopselzieher" einen
Durchschlupf gewährt (der Name kommt angeblich von den vielen Windungen, die an einen Korkenzieher erinnern). Hier gehen wir vielleicht 100 Hm nach unten, anfangs durch Latschen und
über erdigen Untergrund, dann aber bald steil und felsig, aber zum Glück ist es hier nicht ganz so
"gach", wie beim Aufstieg zum Kl. Traithen. Der Weg führt uns weiter unter die steilen Schrofen des
Kl. Traithen (Vorsicht Steinschlag!) und durch ein idyllisches Kar abwärts in Richtung einer alten,
verfallenen Hütte. Nach einem letzten, kurzen Gegenanstieg erreichen wir wieder die Walleralm.
Achtung:
Die Wege zum Traithen erfordern Trittsicherheit und alpine Erfahrung.
Wer schon einmal durch Latschengassen gegangen ist, der weiß, dass Feuchte, Humus und Kalkfelsen eine unglaublich rutschige Unterlage abgeben können - speziell nach Regenfällen oder im Herbst, wenn trotz anhaltender Schönwetterlage die Temperatur an der Nordseite den Taupunkt unterschreitet.
Fotos: (zum Vergrößern anklicken)
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