Ausgangspunkt für diese Tour ist die Bergstation der Brauneck-Seilbahn. Wenn man mit der ersten
Gondel zum Brauneck hinaufschwebt, hält sich der Andrang der Hochtouristen noch in Grenzen, wenn es
auch passieren kann, dass so manche geführte Gruppe im Gänsemarsch zur Benediktenwand unterwegs ist.
Die große Einsamkeit in den Bergen wird man hier also nicht erleben, was aber auf der
"großen Rundwanderung" zum Latschenkopf nicht allzu sehr stört. Die Aussicht ist in alle Richtungen
einfach nur großartig - vom Wendelstein im Osten bis zur Zugspitze im Westen mit dem alles
dominierenden Karwendelgebirge im Süden. So wird man auf diesem herrlichen Höhenweg viel Zeit mit
Schauen verbringen und nur langsam wieder in den Brauneck Ski- und Hüttenzirkus eintauchen.
Auf dem Abstieg mag man sich dann wundern wie viele Hütten hier bewirtschaftet sind, drei Stück
begegnen uns schon auf dem Rundweg, was durchaus auch ein Vorteil sein kann. Man muss sich unterwegs
irgendwann entscheiden: belässt man es bei dieser sehr schönen Höhen- und Hüttenwanderung und geht
zurück zur Seilbahn oder nimmt man einen recht langen Abstieg in Kauf, auf dem natürlich auch wieder
Hütten und Almen auf Einkehr warten :-)
Vom Latschenkopf westlich weiter und durch eine steinige und rutschige Latschengasse hinab in den Feichtecksattel (1620m).
Von einem Schilderbaum führt östlich ein felsiger Pfad weiter (ohne Wegweiser), der uns unter der
steilen Südwand des Latschenkopfes zum Idealhang-Skilift bringt. Auf steilem Weg gehen wir entlang
der Skipiste abwärts und erreichen die Stie-Alm (Idealhanghütte, ~1460m). Die Straße führt östlich
weiter abwärts und erreicht am tiefsten Punkt die Quenger-Alm (~1400m).
Hier muss man sich jetzt entscheiden, langer Abstieg oder kurze Rundwanderung:
Abstieg zur Florianshütte:
Vor der Quenger-Alm gehen wir nach rechts die Straße hinab zur

Bayern-Hütte, die wir nach wenigen
Minuten erreichen. An der Hütte nach links und auf einer Straße wieder ein Stück abwärts bis zu
einem Wegweiser, ab dem ein schmaler Steig nach links ohne wesentliche Steigung über Wiesen und
einem Wäldchen zur

Florianshütte (1295m) führt.
 |
Zurück zur Brauneck-Seilbahn: (Karte: gelb)
Man folgt der Straße an der bewirtschafteten Quenger-Alm vorbei aufwärts und wendet sich nach ein paar
Meter nach rechts ( Finstermünzalm-Rundweg, 4),
passiert auf gutem Weg die Tölzer Hütte und trifft auf eine Straße, die nach rechts zurück zur
Seilbahn führt. Man könnte ab der Quengeralm auch gleich auf der Straße weitergehen, der Steig ist
aber dann doch schöner.
|
Kotiger Stein (1363m):
Von der Florianshütte nördlich hinauf zu einem Sattel in ~1350m Höhe (

Kotalm, Weg 9a).
Vom Sattel an der Bergstation eines Skiliftes östlich weglos über Gras und ein Stück am Weidezaun
entlang bis zu einem Durchlass. Anfangs vorhandene Trittspuren wachsen sich zu einem schmalen Pfad
aus, der nach einem kurzen, steilen Stück das Gipfelkreuz erreicht (Vorsicht an der steilen Nordseite).
 |
Zurück zur Brauneck-Seilbahn: (Karte: gelb)
Vom Sattel am Kotiger Stein nördlich ein kurzes Stück auf einer Skiabfahrt hinauf zu einer
Liftstation ( Brauneck Seilbahn). Um die Station rechts herum und auf gutem Steig hinauf zur Streidl-Alm
(in der Karte Brauneck-Alm genannt), direkt unter der Seilbahn-Bergstation (~150Hm).
|
Kot-Alm:
Wir gehen nördlich über den Sattel am Kotiger Stein hinweg, folgen dem
Wegweiser zur

Kot-Alm (neuer Weg) und
gehen über das Skipistengelände hinab zur bewirtschafteten Almhütte, die anscheinend schon so alt
ist, das sie den Schneelasten im Winter mit Hilfe eines um die Giebelbalken gespannten Stahlseiles
trotzen muss. Wer sich hier noch eine große und gute Portion Grillfleisch mit Bratkartoffeln gönnt,
der hat eine Ausrede mehr, wenn sich auf dem weiteren, langen Abstieg Schwächeerscheinungen
einstellen ... Auf einem Fahrweg gehen wir weiter östlich abwärts, an einem Wegweiser links haltend
(

Bergbahn), bis zur Talstation des
Draxlhang- Skiliftes. Hier nach links weiter (

Bergbahn)
über die Wiese zum Gasthof Laudenstadl und um den Gasthof rechts herum bis zu einem weiteren
Wiesenpfad, der auf einen Fahrweg trifft. Auf diesem weiter zu einem Steinbruch und durch die
Anwesen Untermurbach und Gilgenhöfe zurück zur Seilbahn - das letzte Stück entlang der Straße (

Bergbahn - Lenggries).
Abstieg von der Brauneck-Bergstation zur Talstation

AV 451 über Reiser-Alm (Karte: orange)
Von der Seilbahn-Bergstation über Treppen abwärts und an einem Lifhäuschen östlich hinab zu einer Bergwachthütte. Jetzt
nicht gleich über die Skipiste abwärts, sondern dem Pfad folgen, der die Piste
zweimal quert (

Lenggries) und
auf eine Fahrstraße trifft. Der staubigen und der Sonne ausgesetzten Straße folgt man bis zu einer Liftstation des Skiclubs Lenggries. Hier führt nach
rechts ein schmaler Pfad abwärts zu einer Hütte und durch Wald weiter zum Berggasthof Reiseralm, der
so versteckt im Wald liegt, dass er vom Tal aus nicht zu sehen ist. Ab dem Gasthof dem Wegweiser
nach

Lenggries folgen oder gleich auf
einer Straße zurück zur Talstation der Brauneck-Seilbahn.
(Abstieg: 780Hm, ca. 2 Stunden)