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Talort
Stützpunkte
Charakter
Einfache Bergwanderung auf guten Wegen. Gesamtgehzeit ca. 5 Std.
Die Rotwand über dem Spitzingsee dürfte sicher der bekannteste Münchner Hausberg sein,
entsprechend häufig wird dieser Gipfel besucht.
Die hier beschriebene Tour ist sehr lange - 15 Km kommen schon zusammen - aber mit
der Variante über den Pfanngraben auch sehr schön.
Die Rotwand verläuft vom Hauptgipfel
nach Südwesten und bildet noch mehrere Gipfel aus, die nach Süden in steilen, rötlich gefärbten
Felsen abfallen. Lediglich zum Hauptgipfel mit Kreuz und einer schönen Panoramatafel aus Messing
führt ein bequemer Weg, die anderen Felszacken sind den Kletterern vorbehalten.
Schon oft war ich auf der Rotwand aber bei weitem nicht so oft wie Schmiedemeister Duffner, an
den kurz unter dem Gipfel eine Gedenktafel erinnert: 2353 mal hat er die Rotwand von Schliersee aus bestiegen!!!
Eines kann ich mir aber nicht verkneifen, auch wenn ich immer wieder gerne auf die Rotwand
gehe, es stört mich die Tatsache, dass auch Schafe Bergsteiger sind, was dazu führt,
dass ich mich nie sehr lange auf dem Gipfel
aufgehalten habe. Erstens, weil man sich direkt am Gipfelkreuz nirgendwo hinsetzen kann, wenn
diese blökenden Kameraden vorher Höhenluft geschnuppert haben und zweitens, weil diese
Luft... nun ja <s>
Aufstieg
 W23, SB4 (Karte: gelb-blau)
Vom Parkplatz geht man hinunter zum Wirtshaus "Alte Wurzhütte", wo nach einer Schranke eine
Straße ins Tal der Roten Valepp führt. Nur ein paar Meter und an einem Wegweiser
(  Rotwand, W23) zweigt eine Teerstraße
nach links ab und führt in mäßiger Steigung auf der Südseite des Schwarzenkopfes zu einer
Bergwachthütte. Kurz danach geht es über eine Brücke nach rechts
(  Rotwand) auf den Weg SB4, der weiter
in gemächlicher Steigung nach Süden führt und sich schließlich nach Osten wendet.
In ca. 1420m Höhe verlässt man an einer Bank, entgegen der Empfehlung eines Wegweisers, die
Schotterstraße und kürzt eine weite Schleife der Straße auf einem alten Pfad ab.
Wieder auf der jetzt steiler werdenden Schotterstraße, erreicht man bald darauf die Wildfeld-Alm,
von der man nur noch ein paar Meter zu gehen hat und das Rotwandhaus mit seiner Windkraftanlage
ist in Sichtweite.
Durch den grasigen Südhang der Rotwand ziehen einige Trampelpfade zum Gipfelweg. Wir bleiben
jedoch auf dem Fahrweg und erreichen ohne Anstrengung das Rotwandhaus, denn von hier führt ein
bequemer und gut sanierter Weg in einer halben Stunde zum Gipfel.
Abstieg
 SB4, W22 über den Pfanngraben
Vom Rotwandhaus geht man nach Osten auf die markanten Zacken der Ruchenköpfe
zu und erreicht nach wenigen Minuten die Kümpflscharte (1695m). Weiter geht es nach Süden
(  Elendssattel, Valepp)
hinunter auf die Almfläche der Kümpflalm (1504m) und hinein in den lichten Bergmischwald
und den Mittergraben (  Valepp, Waitzinger-Alm),
wo man im abwechslungsreichen Gelände mehrere von der Kümpflalm und dem Auerberg herabkommende
Bäche überquert, die sich schließlich in einem tief eingeschnitten Bachlauf vereinigen.
Lange geht man jetzt auf dem guten Weg am Bach entlang, bis man schließlich nach der
Petzing-Alm (1120m) den wildromantischen Pfanngraben erreicht. Tiefe Schluchten, Wasserspiele
und grün leuchtende Gumpen landen ein zum verweilen und genießen, sicherlich die schönste
Stelle der ganzen Tour. Nicht mehr weit und wir erreichen die Waitzinger-Alm im Tal der roten
Valepp. Am Gebäude geht man nach links abwärts zu eine Bushaltestelle und über die Brücke zu einer Fahrstraße, der man nördlich, an der roten Valepp entlang, zum  Blecksteinhaus folgt, das man
nach einem etwas steilen Anstieg erreicht. An der AV-Hütte vorbei und links haltend weiter zu den
Valepper Almen und auf dem Valepper-Alm-Weg (K23) zurück zum Spitzingsee.
Fotos: (zum Vergrößern anklicken)
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